Brieffreundschaften in der Bibel ... Warum Kommunikation der Schlüssel ist?

Shownotes

Im LOGO Podcast "Was glaubst du denn?" gehen Katrin Wolf und Jutta Lehnert gemeinsam auf eine spannende Entdeckungsreise rund um den christlichen Glauben. Mit einem neugierigen Blick und einer tiefen Verwurzelung in biblischem Wissen beleuchten sie aktuelle Fragen und zeitlose Themen.

In dieser Folge geht es um die Auferstehung. Was genau versteht man darunter und welche Unterschiede in der Bedeutung gibt es vor und nach Christi? Welche Chancen und Impulse bietet „Auferstehung“ für unser heutiges Leben? Erlebe mit uns einen besonderen Perspektivwechsel, der dich garantiert verblüffen und überraschen wird!

Katrin Wolf, Schauspielerin, Künstlerin und Journalistin, hinterfragt mit Neugierde und Offenheit die Grundlagen des Glaubens. Jutta Lehnert, Theologin und erfahrene Pastoralreferentin, bringt ihre Leidenschaft für die Bibel und ihr Engagement aus der Jugendarbeit mit ein.

Freue dich auf eine unterhaltsame, inspirierende und tiefgründige Mischung aus Gesprächen über Glauben, Alltag und persönliche Erfahrungen. Entdecke mit uns, was der Glaube heute bedeuten kann – und wie er deinen Alltag bereichern kann.

Höre rein und lasse dich inspirieren!

Mehr Inspirationen und Impulse findest Du auch unter: www.logo-buch.de/logo-aktiv/

Transkript anzeigen

00:00:00: Was glaubst du denn?

00:00:01: Wir sind's wieder und wir sind

00:00:03: Jutta Lenaht, Theologin.

00:00:05: Und Katrin Wolf, Künstlerin und Journalistin.

00:00:08: Ich fand es ganz spannend!

00:00:09: Wir haben ja beim letzten Mal gelernt vom Saulus zum Paulus.

00:00:12: also das war ein und derselbe Zeitgenosse von Jesus der ihn aber nicht kannte weil er lebte in Kleinasien also weit weg.

00:00:22: Trotzdem ist er uns sehr präsent, denn es gibt ja diese Briefe vom Paulus.

00:00:28: Wo finden wir dann diese Schriften und was machen die besonders?

00:00:31: Also sind ... Die Originalschriften von Paulus sind nicht mehr erhalten!

00:00:35: Es sind Abschrifte von Abschiften von Abschwiften... Und da ist auch viel noch verändert worden hinzugefügt worden.

00:00:42: also das muss man gut untersucht oder ist gut untersucht worden?

00:00:47: Interessant ist, wie sind die Briefe zustande gekommen?

00:00:49: An wen hat er geschrieben.

00:00:51: Jetzt muss man wissen Paulus ist weit gereist.

00:00:54: also er ist nachdem er von Jesus gehört hatte und war von ihm wirklich überzeugt Von seiner anderen Art zu leben überzeugt und wollte Menschen gewinnen.

00:01:06: Man sagt heute hat er drei große Reisen unternommen.

00:01:08: Die ging bis nach Europa weit nach Galatien, Hochgriechenland.

00:01:13: Er wollte noch bis nach Spanien und er ist auch bis nach Rom gekommen.

00:01:16: also er ist weit gereist Und er traf aber auch schon auf Gruppen Jesus Gruppen die es schon gab Aber seine Idee war In zentralen Städten des römischen Reiches jesusgruppen zu gründen in Tessaloniki im Korinth in rom überall jesus gruppen zu Gründen und sozusagen mit dieser idee dass eben Nicht nur Juden, sondern auch nicht Juden.

00:01:41: Das ist jetzt wichtig.

00:01:44: zu diesem Jesus-Finden da zu sagen das Römische Reich das trennt die Menschen religiös voneinander.

00:01:51: Das trennt Reichtum und Armut voneinander.

00:01:55: soziale Trendlinien, und wir überwinden diese sozialen Trendlinie in diesem Jesusgruppen.

00:02:01: Mithilfe des Jesus überwenden wir diese falschen Meinungen über Menschen.

00:02:06: Wir überwinde alle sozialen Trennlinien.

00:02:09: Das war seine Idee.

00:02:11: Es hat nicht funktioniert, es könnte aber immer noch funktionieren.

00:02:17: Die Idee ist fantastisch!

00:02:19: ist aber ein Problem, dass das natürlich auch Konflikte hervorgerufen hat.

00:02:24: Aber nochmal zu den Briefen.

00:02:26: vielleicht ist es wichtig zu wissen er hat in manchen Briefen auf Fragen aus diesen Gruppen reagiert zum Beispiel wenn eine Ehefrauen im Schreiben und haben gesagt ich bin mit einem Mann verheiratet der glaubt aber nicht an dem Messias Jesus, er klappt nicht an Jesus und lässt mich jetzt abends nicht zu meiner Gemeindeversammlung gehen.

00:02:49: Er will nicht da sich das Haus verlassen.

00:02:51: lieber Paulus was soll ich machen?

00:02:53: So was also?

00:02:54: es sind auch Themen angesprochen die in den Gruppen plötzlich aufgetauscht in Konfliktlinien und darauf reagiert er auch in manchen Briefen.

00:03:03: deswegen wissen wir eigentlich viel über die Fragen die in dem Gemeinden so aktiv waren, die ungelöst waren.

00:03:11: Die die Leute beunruhigt haben und die wollten von Paulus antworten wissen.

00:03:14: das kommt auch oft vor.

00:03:15: Das ist ganz schön weil man merkt er hat einen ziemlich lebendigen Austausch.

00:03:20: Und aber noch mal diese Grundidee eben.

00:03:22: du hast ihm gesagt also dass quasi dass das Judentum wenn sich öffnet für alle und bedeutet das dann aber also dass dann alle die Tora studieren?

00:03:34: oder wie ist da diese Bedingung sozusagen?

00:03:37: Ja, und das ist der Grundkonflikt an dem sich auch die Trennung später entzünden wird.

00:03:43: Muss jemand jüdisch werden bevor er oder sie Jesus-Mensch, Jesus-Anhänger wird?

00:03:52: Paulus meint nein!

00:03:54: Und Petrus und die Gruppe um Petrus meint ja... Sie müssen sich beschneiden lassen, sie müssen die ganze Tore akzeptieren.

00:04:03: Paulus sagt nein das ist nicht nötig.

00:04:06: in Jesus gibt es soll die Tora zwar bestand haben kann man im Römerbrief genau nahmen.

00:04:12: Die Tora wird nicht

00:04:13: regeln

00:04:13: und gesetzt.

00:04:14: Die fünf Bücher Mose werden nicht weggeworfen Aber sie gilt nur in abgemilderter Form für die Nicht-Juden.

00:04:21: Das ist so ein Bemühen, aber dieser Grundkonflikt

00:04:25: ... Ist das dann Jesus Leid oder ist das quasi ein Gott für alle?

00:04:30: Also die Juden, die Angst haben davor, dass nun nicht Juden in ihre Gruppen drängen, die keine Ahnung mehr haben werden vom Judentum und also nur noch sich den Jesus rauspicken Jude sein mit der Befreiung aus der Sklaverei, die A zu Leben nicht mehr ernst nehmen.

00:04:53: Die Gerechtigkeit, die ja ganz aktiv getan werden will, die so ein bisschen leichtfüßig werden.

00:04:59: Das ist eine Betrohung, die wird gesehen und die anderen haben Das Gefühl, sie werden in religiöse Gefängnisse eingesperrt.

00:05:10: In die Sie nicht wollen!

00:05:11: Sie wollen nicht jüdisch sein?

00:05:13: Sie wollen aber das was Ihnen am Gott der Juden gefällt, was durch Jesus ja nochmal neu... ist also Gerechtigkeitsdenken, Solidarität.

00:05:22: Das wollen Sie?

00:05:24: Aber das kann zu Missverhältnissen führen und das ist auch geschehen!

00:05:28: Aber das ist ja wahnsinnig spannend weil mega aktuell.

00:05:31: ich meine diese Angst vor Fremde kommen in unsere Gruppe kennen wir nun heute auch

00:05:36: Und überfremden uns und bedrohen unsere Gruppen Identität die verlieren bestimmte Dinge.

00:05:45: Genau,

00:05:45: aber was ist denn da die Antwort?

00:05:47: Was hätte denn da helfen können?

00:05:49: oder was kann heute helfen?

00:05:51: Man hätte über diese Ängste offen miteinander reden müssen und das ist anscheinend nicht geschehen.

00:05:56: also der Judas-Brief.

00:05:59: Also es gäbe noch viel mehr dazu zu sagen über den Paulist.

00:06:02: Da muss man ganz viel sprechen, der hat... Sie liebt den Paulisten?

00:06:04: Ja ich liebe den Paulists weil ich finde nicht dass er in Frauen feind ist sondern er hat die Frauen seinen Gruppen unterstützt und hat gesagt sie sind Leiterin in dem Gemeinden.

00:06:13: das wird alles nicht vorgelesen in den kirchlichen Texten aber okay also der Judas Brief ist zum Beispiel ein Brief.

00:06:20: Das ist der kürzeste Brief im neuen Testament.

00:06:23: Sag mal gerade wer Judas ist.

00:06:24: Judas ist

00:06:25: ein Mann.

00:06:27: Wir kennen nur seinen Namen, wir wissen nicht mal wo er lebt.

00:06:30: Also

00:06:30: es ist nicht der, der mit Jesus unterwegs war?

00:06:33: Nein!

00:06:34: Das

00:06:34: ist Cario de Ferré da wieder wie mit Paria.

00:06:36: viele heißen Judas auch nicht ein Bruder Jesu soll ja auch Judas geheißen haben.

00:06:41: Auch der ist es nicht denn der Brief ist erst zwischen hundertfünfzehn und hundertzwanzig geschrieben.

00:06:46: das kann also historisch nichts sein.

00:06:48: aber dieser Judas gehört zu dieser Gruppe die sich in der Tradition des Petus versteht und Angst hat um die Reinheit des Judentums.

00:06:58: Angst hat.

00:06:58: jetzt kommen nicht Juden in unsere Gruppe, verfremden alles.

00:07:04: sie nehmen uns unsere Identität weg.

00:07:06: so ist es ja dann auch geschehen da in den Gruppen wo die Nicht-Juden die Mehrheit wurden geriet das Jüdischsein völlig in die Minderheit und wurde nach und nach vergessen bis hin zu der kompletten Spaltung.

00:07:20: Und dieser Brief, wenn man den liest ihn kann man so überhaupt nicht vorlesen.

00:07:24: Der ist voll von Beschimpfungen über diese Leute.

00:07:27: ja die haben nicht verstanden sie reden unwissend.

00:07:30: Sie sind eine Gefahr für uns.

00:07:34: Außerdem zu den Mahlzeiten, wo es ja üblich war immer etwas mitzubringen.

00:07:38: Bringen sie nichts mit?

00:07:39: Da sagt er!

00:07:40: Sie sind wie Wolken die kein Wasser haben.

00:07:42: Sie sind Schmarotzer.

00:07:43: Sie sitzen an unseren Tischen und essen sich satt.

00:07:46: Sie picken sich sozusagen aus der Messiasgruppe das schönste raus.

00:07:51: Sie schimpfen über den kaiserrömischen Kaiser was für uns Juden besonders gefährlich ist Denn es war um hundertfünfzehn Jahr der zweite Aufstand in Palästina und die Juden, die im Römischen Reich lebten, mussten aufpassen.

00:08:03: Die waren unter römischer Beobachtung!

00:08:05: Das haben sie nicht Juden... ...die kennen diesen Konflikt ja gar nicht, haben das überhaupt nicht im Blick sondern schimpfen da blöd rum und ziehen die Aufmerksamkeit der römischen Urbrüchigkeit auf den Lauter.

00:08:15: so ein Zeug also es steht.. Da ist eine Realität drin voller Angst Sie könnten was falsch machen.

00:08:22: voller Vorbehalte auch natürlich auch einige konkrete Erfahrungen, die aber durch die Schärfe des Tons vertieft werden.

00:08:33: Der Konflikt wird durch

00:08:34: den Ton

00:08:34: des Briefes verschärft.

00:08:35: Ist ja auch wirklich etwas ganz Zentrales was wir heute auch mal sehen.

00:08:38: anstatt zu versuchen miteinander ins Gespräch zu kommen.

00:08:43: Wird das eskaliert ist eher in einem Ton dass man gar nicht mehr zueinander findet?

00:08:48: Also wenn man dem Brief ist denkt man oh Judas Wenn du diesen Brief so deiner Gemeinde vorgelesen hast oder wenn er so vorgelessen wurde, hoffentlich ist jemand aufgestanden in deiner Gruppe und hat gesagt.

00:08:59: Die Erfahrungen mögen stimmen wir haben ungutes Gefühl bei diesen Menschen die jetzt zu uns kommen die wenig Ahnung haben.

00:09:07: Wir haben ein ungutes Gefühl, aber pass auf!

00:09:10: Lass uns mit ihnen darüber sprechen.

00:09:12: wir sagen wo unsere Ängste sind.

00:09:15: Wir sagen was wir für Bedenken haben und lass uns darüber offen reden.

00:09:21: Aber bei dem Brief hat man plötzlich das Gefühl da ist keine Kommunikation mehr möglich Und so nimmt das Unheil seinen lauf.

00:09:29: also Das ist für uns heute ganz wichtig.

00:09:32: es mag sein Das aus den Ängsten, die in der Bevölkerung ja heute existieren.

00:09:38: Dass es politische Parteien gibt, die daraus ihr... darauf ihr Sübschen kochen sag ich mal.

00:09:44: Aber die Ängste oder vielleicht sogar die ängste größer reden als sie sind!

00:09:49: Aber die Ängste, Bedenken und Zweifel müsste man ins Gespräch bringen.

00:09:56: Und ernst

00:09:57: nehmen?

00:09:58: Das gibt keinen Wegtand vorbei.

00:10:00: Darüber im Gespräch.

00:10:02: Das gehört zur Demokratie!

00:10:03: Nicht einfach sagen, ängste kleinreden... Ich

00:10:08: stelle dich nicht so an, das ist nicht

00:10:10: so... Genau.

00:10:11: Das ist nicht der Weg.

00:10:13: Der Judas ging keinen guten Weg in den Brief.

00:10:17: Ich bin immer in Zweifel.

00:10:18: Ist es gut, dass der Brief so einen neuen Testament gehört?

00:10:20: Denke ich mal könnte von ihm lernen wie man's besser

00:10:23: machen

00:10:23: kann.

00:10:23: nicht!

00:10:24: Man lernt die Geschichte.

00:10:25: also wo fing der Zweifeln an da?

00:10:28: er spricht zum Beispiel schon von Trennungen Wo Paulus wenn er über Konflikte in der Gemeinde spricht spricht er eher von naja Meinungsverschiedenheiten.

00:10:37: ja Also er sprich von Schismata.

00:10:41: also er sagt Abspaltung Abweischung aber er spricht nicht von Choriz.

00:10:46: Er sagt nicht, hier ist schon Trennung.

00:10:48: Nicht man merkt schon der Ton hat sich in den fünftig Jahren nach dem Paulisgemein völlig verschärft und völlig verändert und das ist nicht

00:10:56: gut.

00:10:57: Und es hat dann eben wirklich zum

00:10:59: Bruch geführt?

00:10:59: Genau da sehen wir also Brücken bauen ist immer wieder wichtig.

00:11:03: die Kommunikation suchen uns zu versuchen den Ton anzupassen und offen zu halten, damit genau das nicht passiert.

00:11:11: Richtig?

00:11:11: Ja es hätte ja sein können dass diese nicht die Juden die Kritik angenommen hätten.

00:11:18: Sie haben auch irgendwas mit mir

00:11:21: gemacht.

00:11:21: Stimmt da mal gar nicht aufgepasst.

00:11:23: Stimmter waren wir unvorsichtig.

00:11:27: Wir wissen zu wenig sagt uns ein bisschen eure Ängste.

00:11:30: also man kann ja wenn man eher über die Gefühle spricht über die Unsicherheiten, die man hat.

00:11:36: Wenn man tief unten anfängt nicht schon so direkt zu hoch zieht dann hat man eher eine Chance abgehört zu werden und Kompromisse und Wege zu finden.

00:11:46: Okay spannend spannend.

00:11:48: Jutta liebt den Paulus.

00:11:49: ich glaube da müssen wir noch mal drauf zurückkommen denn wir waren auch nicht in Rom mit ihm und so Wir werden sehen wie es weitergeht.

00:11:56: wir bleiben auf jeden Fall neugierig.

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